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Erkrankungsgruppen

Begriffe wie psychosomatisch, neurotisch oder depressiv gehören heute zum allgemeinen Sprachgebrauch im Alltag. Psychologen und Psychotherapeuten verwenden solche Begriffe jedoch nur in einem bestimmten Sinn. Lesen Sie hierzu die Informationen in den nachfolgenden Artikeln.

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Neurotische Störungen

Neurotische Störungen, früher unter dem Sammelbegriff Neurose zusammengefasst, sind Störungen, die vor allem durch scheinbar unbegründete Ängste oder durch psychische Labilität gekennzeichnet sind. Organische Ursachen liegen meistens nicht vor. Neurotische Störungen sind zum Beispiel Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen und dissoziative Störungen. 


Psychotische Störungen

Eine psychotische Störung geht mit einem zeitweiligen Verlust des Bezuges zur Wirklichkeit einher. Es handelt sich dabei um eine schwerwiegende Erkrankung. Das Verhalten und Erleben von Betroffenen ist für andere Menschen nur schwer oder gar nicht nachvollziehbar. Vernünftigen Argumenten sind psychotisch Kranke in der Regel nicht mehr zugänglich.


Somatoforme Störungen

Somatoforme Störungen sind dauerhafte körperliche Beschwerden und Missempfindungen, für die trotz sorgfältiger Abklärung durch den Arzt keine eindeutige körperliche Ursache zugrunde liegt. Dauerhafte Beschwerden können das Leben des Betroffenen stark einschränken. Die Gedanken kreisen förmlich um die Beschwerden und führen schließlich zu einer gedanklichen Einengung.  


Angststörungen

Angst ist ein unangenehmes Gefühl, das über die typischen körperlichen Reaktionen vermittelt wird. Es entsteht eine innere Unruhe und Anspannung. Kommt es zu übermäßigen und unrealistischen Ängsten, die langfristig zu Störungen in wichtigen Lebensbereichen führen, spricht man von Angststörungen.


Depressionen (affektive Störung)

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen. Sie haben meistens erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche und die Arbeitsfähigkeit. Kennzeichen sind depressive Stimmungen, Müdigkeit und Verlust an Interesse und Freude an sonst angenehmen Dingen.


Persönlichkeitsstörungen

Die Menschen sind aufgrund ihrer Anlagen und Lebenserfahrungen sehr unterschiedlich. Sie haben persönliche Eigenarten, die in der Beziehungsgestaltung zu den Mitmenschen eine wichtige Rolle spielen. Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung haben Verhaltens- und Erlebensmuster entwickelt, die merklich von den sozialen Regelungen und Erwartungen der Umwelt abweichen. Die Abweichungen finden sich hauptsächlich in den Bereichen Wahrnehmung, Denken, Fühlen und in der Beziehung zu anderen.


Zwangsstörungen

Zwangsstörungen sind relativ häufig und gehören zu den schwer belastenden psychischen Problemen. Dabei können sich körperliches Unbehagen und Unruhe so ins Unerträgliche steigern, dass ein bestimmtes Ritual ständig ausgeführt werden muss, um wieder zur Ruhe zu kommen. Man unterscheidet in Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.


Ess-Störungen

Ess-Störungen sind Krankheiten, die durch ein gestörtes Essverhalten gekennzeichnet sind. Sie führen zu einem massiven Unter- oder Übergewicht. Die Ursachen für Ess-Störungen können meist psychisch begründet werden. Die bekanntesten Ess-Störungen sind Magersucht, Bulimie und die Binge Eating Störung, die zu einer Fettsucht führen kann.


Phobien

Phobien sind gekennzeichnet durch Ängste vor jeweils ganz bestimmten Dingen oder Situationen, von denen objektiv gesehen keine Gefahr ausgeht. Die Angst vor Spinnen, Platzangst oder die Brückenangst sind Beispiele für stark ausgeprägte Ängste. Diese können die Handlungs- und Bewegungsfreiheit eines Menschen erheblich einschränken. Der Phobiker entwickelt entweder Abwehrstrategien oder aber er weicht den Angstquellen aus.


Abhängigkeitserkrankungen

Jeder 20ste Mensch in Deutschland leidet unter einer Alkoholabhängigkeit. Bei Männern ist die Alkoholkrankheit die häufigste psychische Störung überhaupt. Weit verbreitet ist auch die Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln. Bei jeglicher Form von Abhängigkeit handelt es sich um eine Erkrankung.


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