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Wann wird Psychotherapie empfohlen?

Psychische Störungen haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Als Ursache von Arbeitsunfähigkeit stehen sie bereits an vierter Stelle und jeder Dritte, der frühzeitig in Rente geht, leidet an psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten. Die häufigsten psychischen Erkrankungen sind Angststörungen und Depressionen. Die Entscheidung, eine Psychotherapie zu machen, fällt vielen Betroffenen schwer. Die wenigsten wollen darüber reden. Ein erstes Anzeichen für eine psychische Erkrankung ist der Leidensdruck des Betroffenen.

Mit Psychotherapie werden zum Beispiel folgende seelische Erkrankungen behandelt:

  • Depressionen
  • Ängste, Phobien
  • Suchtverhalten (Drogen, Nikotin, Tabletten, Alkohol)
  • Traumata (z.B. nach Vergewaltigung)
  • Zwangserkrankungen
  • Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Esssucht)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Burnout, Stressbewältigung
  • Mobbing
  • Eifersucht
  • Trennung
  • Trauer

Auch bei Kindern und Jugendlichen kann eine psychotherapeutische Behandlung nötig sein. Manchmal stellen bestimmte Erfahrungen für sie eine außerordentliche Belastung dar. Dazu gehören beispielsweise die Trennung der Eltern, der Tod eines engen Familienmitglieds (Vater, Mutter, Geschwister), ein Umzug in eine neue Umgebung, eine schwere Erkrankung oder die Geburt eines Geschwisterchens. Weitere psychische Belastungen stellen öfters die Aufnahme in den Kindergarten, die Einschulung, oder die Pubertät dar.

Wenn Eltern das Gefühl haben, dass ihr Kind unter seelischen Problemen leidet und sie ihm nicht helfen können, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Beispiele für wichtige Warnzeichen für seelische Belastungen bei Säuglingen und Kleinkindern:

  • beginnende Beziehungsstörung zwischen Säugling und Eltern
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • Fütter- und Gedeihstörungen
  • Entwicklung entspricht nicht dem Alter (Sauberkeits- und Trockenphase verspätet, kein Kontakt zu anderen Kindern, Trennungsängste z.B. im Kindergarten)

Beispiele für wichtige Warnzeichen für seelische Belastungen bei Schulkindern:

  • Altersunangemessenes Einnässen oder Einkoten
  • Sprachstörungen, Stottern
  • Lernstörungen, mangelnde Konzentration, motorische Unruhe
  • Bauchschmerzen ohne klaren medizinischen Befund
  • Essstörungen
  • Kontaktschwierigkeiten, Beziehungsstörungen

Beispiele für wichtige Warnzeichen für seelische Belastungen bei Jugendlichen:

  • Kontakt- und Beziehungsstörungen
  • Rückzugsverhalten
  • Essstörungen (Bulimie, Magersucht, Esssucht)
  • Suchtverhalten
  • verstärkte Aggressionen
  • Schule schwänzen
  • Stehlen
  • von zu Hause weglaufen
  • selbstverletzendes Verhalten (Schneiden oder Ritzen der Haut)

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